Payment: Sämtliche Zahlungsarten für Verbraucher künftig kostenlos?

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Neuer Gesetzesentwurf sieht vor, alle Zahlungsarten für Verbraucher kostenlos zu machen

 

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz plant, im Rahmen der Umsetzung des zivilrechtlichen Teils der EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt Händler zu verpflichten, ihre angebotenen Zahlungsmethoden für den Verbraucher weitgehend ohne die Berechnung zusätzlicher Kosten anzubieten. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, dass Onlinehändler ihren Kunden für die Zahlung per Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte oder für sämtliche andere gängige Bezahlmöglichkeiten künftig keine zusätzlichen Entgelte mehr in Rechnung stellen dürfen.

Händlerbund - Europas größter OnlinehandelsverbandAktuell sind Onlinehändler dazu verpflichtet, zumindest eine kostenfreie, für den Verbraucher zumutbare und leicht erreichbare Zahlungsmöglichkeit anzubieten. Ist dies gewährleistet können für die anderen Bezahlarten Gebühren erhoben werden, jedoch maximal in der Höhe der Gebühren die der Payment Anbieter wiederum verlangt. Dieser Weitergabe von Gebühren soll die neue geplante Regelung nun Einhalt gebieten. Verbraucher sollen dadurch bei der Bestellung von Produkten oder Dienstleistungen in noch stärkerem Maße vor unerwarteten Kosten geschützt werden. Insbesondere durch bargeldlose Bezahlarten entstehen häufig zusätzliche Kosten, die dem Verbraucher aber erst während des fortgeschrittenen Bestellvorgangs mitgeteilt werden.

Bei den Onlinehändlern dürften die Pläne des Bundesministeriums auf wenig Begeisterung stoßen. Kritikpunkte sind unter anderem die Beschränkung der Autonomie der Händler, sowie dass die Regelung letztendlich zu einer Erhöhung der Artikelpreise führen könnte, die dann ohnehin wieder der Verbraucher trägt.

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