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Platzangst: Mountainbike-Kleidung in Action

 

Das Label Platzangst steht für Freiheit und Abenteuer, was für den zugehörigen Onlineshop eine Menge spannender Gestaltungsmöglichkeiten bedeutet. Wer passende, funktionale Kleidung für den nächsten Trip mit dem Mountainbike sucht, der wird bei Platzangst mit Sitz in Berlin sicherlich fündig. Wir haben uns den Shop näher angesehen und auf Herz und Nieren geprüft.

Platzangst Progrssive Freeride Startseite

Die Startseite des Shops vereint Übersichtlichkeit mit einem coolen Look (Quelle: Screenshot Platzangst)

Optisch hat der Shop wie schon angedeutet einiges zu bieten: Die beeindruckenden Fotos zeigen abenteuerliche Szenen in der freien Natur, bei denen die Produkte von Platzangst bestens zur Geltung kommen. Dabei ist das die Seite so aufgebaut, dass einen keinesfalls eine Bilderflut erschlägt. Die Inhalte aus der Startseite sind alle zentriert in Kacheln angeordnet. Erst wenn man eine der Bildergalerien öffnet, werden die Bilder im Fullscreen-Modus angezeigt. Sowohl bei der Bildsprache, als auch der Anordnung der Elemente ist ein klares Designkonzept zu erkennen, das gut auf die Inhalte beziehungsweise auf die Produkte des Shops abgestimmt ist. Zu bemängeln wäre an dieser Stelle höchstens die etwas schwer leserliche Schrift, die recht klein ist und sich in dunkelgrau nur schwer vor dem schwarzen Hintergrund abhebt.

Die Seite ist prinzipiell responsiv und funktioniert auch auf mobilen Endgeräten. Auf der Startseite kommt es dabei zum Mansory-Effekt, das heißt die Elemente verkleinern sich nicht, sondern ordnen sich dynamisch an, je nach der Bildschirmgröße des Ausgabemediums. Doch der Bereich Mobile wird später noch ausführlicher betrachtet.

Platzangst Progressive Freeride Markenkommunikation

Mehrere Storytelling-Elemente und zahlreiche Fotos zeigen die Produkte im Einsatz. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Was bei Platzangst in jedem Fall begeistert, ist die gut umgesetzte Markenkommunikation: Die Bilder wecken Emotionen und bieten dem Kunden gleichzeitig Inspiration und Anregung. Produkte, wie zum Beispiel die Bulldog-Hose werden nicht nur im Einsatz gezeigt, sondern auch mit zahlreichen Details abgebildet, sodass sich der Kunde vorab ein gutes Bild von dem Produkt machen kann. Das Storytelling in den Einkaufswelten wird darüber hinaus auch für Erlebnisberichte, wie zum Beispiel von einer Mountainbike-Tour in Indien, genutzt. So wird der Besuch des Shops zu einem spannenden Einkaufserlebnis.

Platzangst Progressive Freeride Teamvorstellung

Die Teamvorstellung bei Platzangst drückt ganz klar aus: Wir sind mit Leidenschaft dabei! (Quelle: Screenshot Platzangst)

Auch die Vorstellung des Teams wurde mit Hilfe von Storytelling und actionreichen Fotoaufnahmen umgesetzt, was für weitere Identifikationsmöglichkeiten des Kunden mit der Marke sorgt.  Allerdings bleibt man im Unklaren darüber, ob es sich bei dem vorgestellten Team nun um die Betreiber des Shops handelt oder nicht. Insgesamt fehlen leider exakte Informationen darüber, wer genau die Betreiber des Shops sind.

Passend zu stark visuellen Ausrichtung verfügt der Shop über einen Instagram-Kanal, zu dem auch direkt auf der Startseite verlinkt wird. Auch bei Facebook und Youtube ist die Mountainbiker-Marke vertreten, wie die Icons im Footer verraten. Platzangst verfügt also über eine gute Anbindung an diverse Soziale Netze.

 

 

Platzangst Progressive Freeride Produktdetails Bulldog

Dank der vielen Detail-Aufnahmen kann sich der Kunde ein sehr umfangreiches Bild von den Kleidungsstücken machen. Das ist vor allem bei hochpreisigen Produkten ein großer Vorteil. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Die Produktpalette von Platzangst ist zwar überschaubar, dafür aber übersichtlich aufgebaut und in verschiedenen Kategorien unterteilt, zuerst nach den Oberkategorien Herren und Damen und dann Art des Kleidungsstückes. Bei den Herren wurde zusätzlich noch eine Aufteilung nach Disziplinen vorgenommen, wobei dann in den Disziplinen wieder auch die Damen Produkte auftauchen. Logischer wäre es also, auch die Disziplinen als Oberkategorie einzurichten. Ansonsten ist der Shop allerdings mit einem übersichtlichen Aufbau und einer nachvollziehbaren Navigation versehen, was Pluspunkte bei der Benutzerfreundlichkeit einbringt.

Weitere Funktionen die für eine hohe Usability des Platzangst Shops sorgen, sind das Fenster am rechten Bildschirmrand, das sich öffnet wenn der Warenkorb befüllt wird und das neben einer Übersicht unter anderem auch die Option bietet, direkt zur PayPal weiter zu gehen, um die Bezahlung durchzuführen. Des Weiteren gibt es im Shop eine Wunschliste, eine Anzeige im Warenkorb, wie viel Warenwert noch zu einer versandkostenfreien Bestellung fehlt und eine Filteroption in der Produktübersicht, die nicht extra geöffnet werden muss, sondern sofort bereitsteht. Letzteres Feature geht über den Standardfunktionsumfang von Shopware 5 hinaus, bei dem die Filteroptionen normalerweise erst angeklickt und geöffnet werden müssen.

Platzangst Progressive Freeride Filteroptionen

Bei der Übersicht über die Produkte muss der Filter nicht erst aufgeklappt werden, wie im Shopware Standard. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Auch die Produktdetailseiten sind sehr kundenfreundlich und informativ gestaltet, dank einer Produktbeschreibung und ausführlichen Produktdetails, einem Fitting-Guide und den Bewertungen anderer Kunden. So erhält man als Kunde einen sehr ausführlichen Eindruck von dem jeweiligen Kleidungsstück. Praktisches Feature: Verfügbare Größen werden direkt angezeigt und sind auf einen Blick erkennbar. Optimieren könnte man das Ganze höchstens noch durch die Option, Produkte zu vergleichen.

Platzangst Progressive Freeride Produktseite

Alle Informationen auf einen Blick: Die Produktdetailseiten sind übersichtlich gestaltet und lassen sofort erkennen, in welchen Größen ein Artikel aktuell verfügbar ist. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Wie sieht es im Bereich Support und Service bei Patzangst aus? Persönlichen Kontakt kann man mit dem Team via Hotline zu den angegebenen Geschäftszeiten aufnehmen, eine E-Mail Adresse an die man bei Fragen und Problemen schreiben kann, fehlt leider.
Die umfangreichen Bezahloptionen Vorkasse, Kreditkarte, PayPal, Nachnahme, sowie EC-  bzw. Barzahlung bei Selbstabholung könnte man höchstens noch um den beliebten Rechnungskauf erweitern. Der Versand erfolgt mit DHL und auch hier werden die Kunden ausführlich über die Versandkosten im In- und Ausland informiert. Im Footer finden sich zwar keine Payment- und Versandicons, dafür jedoch der Hinweis, dass bei Bestellungen vor 16 Uhr der Versand noch am gleichen Tag erfolgt. Wie man unschwer erkennen kann, ist der Shop sehr service- und kundenorientiert.

Die Sprache des Shops kann auf Englisch umgestellt werden, um auch nicht-deutschsprachigen Kunden ein angenehmes Shoppingerlebnis bieten zu können. Leider ist die Mehrsprachigkeit gleichzeitig auch eines der Probleme dieses Shops. Zum einen wurde die englische Übersetzung nur sehr inkonsequent umgesetzt, wie beispielsweise auf den Produktdetailseiten, wo die Beschreibungen zwar auf Englisch verfasst sind, die Details aber weiterhin auf Deutsch. Zum anderen ist die Startseite zwar vollständig übersetzt, die verlinkten Elemente führen jedoch meistens zu Seiten deren Inhalte wiederum auf Deutsch sind. Außerdem funktionieren in der englischen Version einige Verlinkungen nicht richtig.

Platzangst Progressive Freeride Mobile Darstellung

Am Smartphone hat der Shop leider eine Menge Darstellungs- und Funktionsfehler. Texte in den Storytelling-Elementen sind größtenteils nicht lesbar. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Während Design, Usability bei diesem Shop sehr ausgeprägt sind, hat er auch ein großes Manko und das besteht in der Darstellung auf mobilen Endgeräten. Auch wenn einige wichtige Seiten, wie die Startseite oder die Produktdetailseiten responsiv sind, und auf Handy und Tablet fehlerlos dargestellt werden, gibt es auch einige Seiten, die gravierende Mängel bei der Responsivität aufweisen.
Beispielsweise kann man am Handy als Neukunde keine Bestellungen tätigen, da sich die entsprechende Option im Bestellprozess nicht aufklappen lässt. Am Tablet funktioniert es glücklicherweise.

Die ausführliche Produktvorstellung der Multifunktionshose Bulldog ist toll gemacht, lässt sich allerdings nur an einem Laptop oder PC öffnen. Am Tablet ist die Darstellung fehlerhaft und viele Inhalte werden abgeschnitten, am Handy öffnet sich überhaupt keine Seite unter dem Link. Dieser Fehler ist insofern besonders ärgerlich, da diese Produktpräsentation populär auf der Startseite verlinkt ist und daher vermutlich von vielen potentiellen Kunden angeklickt wird. Ebenfalls auf der Startseite verlinkt sind Teamvorstellung und der Bericht über den Mountainbike-Trip nach Indien. Beides wird auf Handy und Tablet fehlerhaft dargestellt, Texte sind abgeschnitten und nicht lesbar beziehungsweise am Handy sind die Texte der Teamvorstellung gar nicht erst verfügbar, stattdessen wird der bekannte Beispieltext „Lorem Ipsum…“ angezeigt. Auf Kunden, die den Shop am Handy aufrufen dürfte das äußerst unseriös wirken.

Platzangst Progressive Freeride Mobile Darstellung

Die detaillierte Produktvorstellung der Bulldog-Hose kann man am Smartphone nicht aufrufen. Klickt man auf das entsprechende Element auf der Startseite passiert einfach nichts. (Quelle: Screenshot Platzangst)

Was uns sonst noch aufgefallen ist:

  • Sicheres einkaufen, dank aktivierter SSL-Verschlüsselung
  • Der Shop hat allerdings kein Trusted Shops Gütesiegel und auch sonst keine besonderen Zertifikate oder Awards

 

Unser Fazit:

Platzangst ist ein Shop mit aufregendem und gut durchdachtem Design, das die Produkte in Szene setzt und nebenbei exzellent Storytelling für die Markenkommunikation verwendet. Ausführliche Informationen über die Produkte machen das Einkaufen zudem sehr benutzerfreundlich. An der Darstellung auf mobilen Endgeräten muss allerdings noch kräftig gearbeitet werden, da es hier teilweise zu gravierenden Darstellungs- und Funktionsfehlern kommt. Auch die englische Version könnte noch einige Nachbesserungen vertragen.

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