Cross-Selling mit Prämienartikeln

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Es gibt eine ganze Reihe von Funktionen im Shopware-Standard, die unter Umständen äußerst praktisch sein können, von vielen Shopbetreibern allerdings nicht genutzt werden. Das kann natürlich daher kommen, dass nicht jede Funktion für jeden Shop geeignet ist. Andererseits besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass viele Shopware Kunden nicht über alle existierenden Funktionen Bescheid wissen, oder nicht wissen wie sie diese richtig konfigurieren und gewinnbringend nutzen können.
Dazu zählt beispielsweise die korrekte Konfiguration des Topseller-Sliders oder auch die Prämienartikel-Funktion. Diese ist einfach zu Konfigurieren  und – da im Shopware Standard enthalten – eine kostenfreie Möglichkeit, um Cross-Selling zu betreiben.

Cross-Selling mit Prämienartikeln: Konfigurationsmöglichkeiten

Die Prämienartikel-Funktion kann sehr leicht aktiviert und konfiguriert werden im Shopware Backend. (Quelle: Screenshot Shopware)

Wenn Sie diese Einstellung in Ihrem Shop aktivieren haben Sie die Möglichkeit, Kunden ab einem bestimmten Warenwert kostenlose Prämienartikel anzubieten. Ist der erforderliche Wert im Warenkorb noch nicht erreicht, bekommt der Kunde einen Hinweis darüber im Checkout-Prozess angezeigt. Indem der Kunde mitgeteilt bekommt, wie viel beim aktuellen Bestellwert noch fehlt um einen bestimmten Artikel gratis zu erhalten besteht die Chance, dass er durch das Hinzufügen weiterer Waren den Wert der Bestellung erhöht.

Die Prämienartikel lassen sich im Handumdrehen und mit nur wenigen Klicks konfigurieren. Dazu wählen Sie im Backend Ihres Shops den Menüpunkts Marketing und dann den Unterpunkt Prämienartikel aus. Als Prämienartikel können Sie prinzipiell jeden beliebigen Artikel festlegen, die einzige Voraussetzung ist, dass dieser bereits angelegt wurde.

Die Grenzwerte bestimmten Sie ebenfalls individuell, das heißt ab welchem Bestellwert der Kunde einen kostenlosen Artikel zu seiner Bestellung dazu bekommt. Sie können auch mehrere Grenzwerte und Prämienartikel auswählen. Somit können Kunden mit einem höheren Bestellwert auch einen qualitativ noch hochwertigeren Artikel zusätzlich erhalten.

Cross-Selling mit Prämienartikeln: Konfigurationsmöglichkeiten im Backend

Im Backend kann die Funktion individuell konfiguriert werden, sowohl den Mindestbestellwert als auch die die Auswahl der Prämienartikel bestimmt selbstverständlich der Shopbetreiber. (Quelle: Screenshot Shopware)

Im Frontend sieht diese Einstellung folgendermaßen aus: Im Warenkorb wird der aktuelle Wert der Bestellung und gegebenenfalls ein Hinweis angezeigt, welche Prämienartikel bei welchem Bestellwert auswählbar sind und wie viel bis zu diesem Bestellwert noch fehlt. Die Prämienartikel werden weiter unten auf der Seite angezeigt, können aber erst angeklickt oder ausgewählt werden, wenn der Mindestbestellwert erreicht ist.

Die Vorteile von Cross-Selling mit Hilfe der Prämienartikeln liegen ganz klar auf der Hand. Einerseits bietet man seinen Kunden einen Anreiz, den Wert ihrer Bestellung zu erhöhen. Andererseits fördert man mit einem derartigem Angebot die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für Shopbetreiber, die beispielsweise über eine große Anzahl von Geschenken und Werbeartikeln verfügen. Prämienartikel sind eine gute Möglichkeit, diese unter seine Kunden zu bringen. Natürlich sollte der Mindestbestellwert der Wertigkeit des Prämienartikels angemessen sein, da sich die Kunden sonst hinter’s Licht geführt fühlen könnten.

Cross-Selling mit Prämienartikeln: Ansicht im Frontend und Backend

So sieht die Funktion Prämienartikel im Frontend und im Backend aus. Aktiviert man mehrere Prämienartikel kann der Kunde je nach Bestellwert unterschiedliche Prämien erhalten oder sich einen Artikel aussuchen.
(Quelle: Frontend und Backend Lumayli)

Abschließend lässt sich sagen, dass Cross-Selling und die Prämienartikel-Funktion wohl nicht unbedingt in jeden Shop und zu jedem Sortiment passen. Für viele Shops könnte es allerdings eine praktische Möglichkeit sein, Umsätze zu erhöhen und die Kundenbindung zu festigen. Im Zweifelsfall sollte man es als Shopbetreiber einfach ausprobieren und die Effekte beobachten. Da es sich um eine Funktion des Shopware-Standards handelt, entstehen keine Kosten wie beispielsweise beim Kauf eines Plugins.

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